Skip to main content

Dieburg

Wie lassen Sie sich erkennen die wahren Säulen unseres Seins, auf die wir uns gerade in unsicheren Zeiten stützen können-und durch die wir die Zuversicht nicht verlieren? Das Team der AWO-Dieburg ist eine solche Säule .

Wir sind eine Gruppe stark motivierter Freiwilliger die sich dem Wohle der gesellschaftlich Schwächeren und Abgehängten verschrieben hat. Gerade in Schwierigen Zeiten dürfen wir nicht in Depression versinken, weil unsere innere Kraft der erdrückenden Krise nicht standhalten vermag. Dabei gilt es jetzt, Ruhe zu bewahren und langsam einen Fuß vor den anderen zu setzen. Gerade in Phasen der Ungewissheit nämlich zeigt sich, was im Leben wirklich zählt. Was wir in normalen Zeiten glauben unbedingt zu brauchen, entpuppt sich als überflüssig. Worauf wir gemein hin, wenig Wert legen, entpuppt sich plötzlich als fundamental, ja beglückend.

Die AWO-Dieburg ist der Garant für Sicherheit und Beständigkeit. Mit der Betreuung von Ferienspielen, der Ausrichtung einer 1. Mai-Feier und auch mit der Betreuung von Senioren*innen* helfen wir die Welt in und um Dieburg etwas Lebenswerter zu gestalten. Wenn sie sich hier ebenfalls aktiv einbringen möchten, laden wir sie recht herzlich hierzu ein.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Corban
1. Vors. AWO-OV-Dieburg

Werde Mitglied

Unterstützen Sie die Arbeit und die Ziele der Arbeiterwohlfahrt Dieburg und werden Sie eines von vielen Mitgliedern. Neben regelmäßigen Einladungen zu interessanten Veranstaltungen in ihrem Umkreis erhalten Sie auch Zugang zu  Events und Angeboten von Ortsvereinen der Arbeiterwohlfahrt in Ihrer Nähe. Wir freuen uns auf Sie  .

Mehrtagsfahrt
Fahrt nach Bad Wildungen

Senioren-Fahrtenprogramm 2021 der AWO Mühltal

Der Start ist im April geplant

 

Auch in diesem Jahr bietet der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt Mühltal wieder ein interessantes Fahrtenprogramm für Senioren an. Vorgesehen sind von April bis Oktober sechs Halbtagesfahrten sowie eine Mehrtagesfahrt nach Bad Wildungen.

Voraussetzung ist natürlich, dass Reisebusse fahren dürfen und Parks, Museen und Gaststätten wieder offen sind.

Starten wollen wir am Dienstag, dem 27. April 2021, mit einer Fahrt nach Hanau und einem Besuch von Schloss Philippsruhe.

Am Dienstag, dem 25. Mai 2021, führt uns die nächste Fahrt in die Landeshauptstadt und Kurstadt Wiesbaden. Dort geht es mit der Bergbahn auf den Neroberg.

Nach Schaafheim mit Besuch der „Straußenfarm am Tannenhof“ ist eine Fahrt am Dienstag, dem 6. Juni 2021, vorgesehen.

Am Dienstag, dem 24. August 2021, geht es nach Mannheim in den „Luisenpark“.

Zum „Weltnaturerbe Grube Messel“ geht eine Fahrt am Dienstag, dem 28. September 2021.

Die Abschlussfahrt am Dienstag, dem 19. Oktober 2021 führt uns in den Odenwald über Bad König/Zell nach Michelstadt zum Besuch der Altstadt. Anschließend Weiterfahrt nach Hüttenthal und Einkaufsmöglichkeit in der Molkerei.

Für alle Fahrten haben die Organisatoren für eine Abschlussrast am Abend schöne Lokale ausgewählt.

Abgefahren wird jeweils um 13.00 Uhr gegenüber der Sparkasse in Nieder-Ramstadt.

Anschließend werden die Teilnehmer aus Trautheim an den Haltestellen „Im Wiesengrund“ und „Im Elfengrund“ sowie aus Traisa an der Haltestelle „Darmstädter Straße, Datterich-Platz“ abgeholt. Anmeldungen zu den Halbtagesfahrten nimmt Frau Dietlinde Bauer, Tel. 06151-148474 ab sofort entgegen.

Vom 11. bis 17. September 2021 geht eine Mehrtagesfahrt in den nördlichen Teil Hessens in das Staatsbad Bad Wildungen. Die Ausschreibungsunterlagen hierfür können bei Frau Sylvia Schöneberg, Tel. 06151-146299 angefordert werden. Sie steht auch für weitere Auskünfte zur Verfügung.

Die Teilnahme an allen Fahrten ist nicht an eine Mitgliedschaft gebunden. Gäste sind herzlich willkommen.

Bildungsrisiko Mangelernährung

Deutschland: Mangelernährung als Bildungsrisiko

Von Martin Rücker

 


Gerade einmal 120 € erhielt ein Schweinemäster zuletzt, wenn er ein Tier am Schlachthof ablieferte. Ein Betrag, mit dem er noch nicht einmal die Kosten für Ferkelankauf, Futter und Energie decken kann, geschweige denn, sich und seine Familie ernähren oder gar in neue Stelle und mehr Tierschutz investieren. Aus gutem Grund also hob Cem Özdemir dieses sich seit Jahren zuspitzende Marktversagen auf die Agenda: gleich in den 1. Interviews nach seiner Ernennung sagte der neue Landwirtschaftsminister „Ramschpreisen“ bei Lebensmitteln den Kampf an. Indem er sie-wie auch immer abschaffen möchte, will Özdemir die prekäre Lage vieler Bäuerinnen und Bauern verbessern. Das Echo in Form eines Aufschrei der Sozialverbände folgte jedoch prompt und ist angesichts der Aussicht auf höhere Lebensmittelpreise wenig verwunderlich. Es Verhalten nicht ungehört. Bereits in seiner wenig später gehaltenen Antrittsrede im Bundestag adressierte Özdemir das andere Ende der Lieferkette mit-dass der Verbraucher: innen. Es gehe ihm darum, „gute Sozialpolitik zu machen und gute Landwirtschaftspolitik“, ausdrücklich mit keinem oder sondern mit einem und dazwischen. „Alle“ betonte der Minister, müssten hochwertige und bezahlbare Lebensmittel bekommen. Für ein so reiches Land wie die Bundesrepublik formuliert der Grünen-Politiker damit vermeintlich Selbstverständliches. Doch deutet in all seinen Äußerungen wenig darauf hin, dass er die ganze Dimension eines vollkommen unterschätzten sozialen Problems bereits erfasst hat-eines Problems, das schon seit langem existiert. Denn bereits heute sind viele Menschen hierzulande auf die viel gescholtene Ramschpreise geradezu angewiesen mehr noch: selbst diese sind für sie noch zu hoch. Bereits seit langem warnt etwa die Soziologin Sabine Pfeiffer davor, dass mit der Ernährungsarmut „eine Dimension sozialer Ungleichheit“ zurückkehre, „die seit den frühen Nachkriegsjahren als überwunden galt“. Vor eineinhalb Jahren verließ sogar der wissenschaftliche Beirat in Özdemir Bundesernährungsministerium-noch Untervorgängerin Julia Klöckner-den Warnungen Nachdruck: auch in Deutschland gibt es armutsbedingte Mangelernährung und teils auch nur“, was für Kinder ein manifestes Entwicklungsrisiko darstellen, brachte das hochkarätige besetzte Gremium den gravierenden Missstand auf den Punkt. In der politischen Debatte aber kam das Thema nicht an: die große Koalition legte das Gutachten zu den Akten, und auch die Ampelparteien schweigen sich in ihrem Koalitionsvertrag zum Thema aus.

Dessen ungeachtet belegt die sozial-und Ernährungsforschung, dass dringender Handlungsbedarf besteht: Schätzungen zufolge betrifft Ernährungslage und mindestens 5 % der Menschen in Deutschland. Es lohnt sich ein näherer Blick-vor allem auf die ebenfalls greifbaren Folgen. Fest steht: Menschen mit geringem Einkommen ernähren sich schlechter, verzehren vor allem weniger Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Pilze als Wohlhabendere. Geld ist freilich nicht der einzige Grund, an dem eine ausgewogene Ernährung scheitert, allerdings bildet ein gewisses Budget die notwendige Voraussetzung dafür. Denn eine gesundheitsfördernde Lebensmittelauswahl teurer als eine Kaloriendichtekost, zu der greift, wer für wenig Geld vor allem satt werden möchte. Viele Studien konnten dies belegen, ebenso den Umstand, dass eine gesunde Ernährung mit Hartz IV nicht zu bezahlen ist: während die Regelsätze heute für einen Erwachsenen rund 5 € am Tag für Ernährung und alkoholfreie Getränke vorsehen, beziffert eine Untersuchung die Kosten einer empfehlenswerten Vollwertkost auf gut 7,50 €. Das war jedoch bereits vor 15 Jahren. Seither sind die Lebensmittelpreise deutlich gestiegen. Die Erfahrung von Menschen in Armut, dass am Ende des Geldes noch reichlich Monat übrig ist, hat also einen fundierten wissenschaftlichen Hintergrund. Viele Hartz IV beziehende-darunter zahlreiche alleinerziehende Mütter-sehen sich systematisch dazu gezwungen, den Kauf von frischem Obst und Gemüse spätestens im Laufe des Monats einzuschränken. Stattdessen landen sie bei kalorienreichen Fertiggerichten sowie vor allem bei Nudeln und Kartoffeln-also bei Lebensmitteln, die nicht schlecht aber arm an Vitaminen und Mineralien sind, sie vertreiben den Hunger, lassen aber einen verborgenen Hunger nach wichtigen Nährstoffen zurück, wie es Wissenschaftler: innen bezeichnen. Eine 2008 publizierte Langzeituntersuchung warnte bereits vor den gravierenden Folgen von Ernährungsmangel. Für ihre Studie werteten Wissenschaftler: innen über Jahre hinweg die Daten von mehr als 250.000 Schuleingangsuntersuchungen aus Brandenburg aus. Ihr schockierende Ergebnis: Kinder aus schlechter situierten Familien waren im Schnitt signifikant kleinwüchsige und geistig weniger weit entwickelt als gleichaltrige aus wohlhabenderem Elternhaus. Dass die Ernährung dafür eine bedeutende Rolle spielt, halten sie für gesetzt: denn sowohl körperliches Wachstum als auch die Leistungsfähigkeit bestimmter Gehirnsregionen hängt wesentlich von einer ausreichenden Versorgung mit Nährstoffen ab. 2020 wiesen Soziologen zu dem nach, dass-abhängig vom Soziologen ökonomischen Status der Eltern-bereits bei halbjährigen Säuglingen deutliche Leistungsunterschiede bestehen. Die Schere öffnet sich also nicht erst in der Schule, sondern bereits lange davor, Just in einem Zeitfenster, in dem neben der elterlichen Sorgearbeit die Nahrungsversorgung eine besonders prägende Rolle für die Entwicklung spielt. Trotz bestehender Datenlücken deutet also alles darauf hin, dass sich im reichen Deutschland eine regelrechte Armutsspirale dreht: Menschen in Armut fehlt das Geld für eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder. Diese tragen ein höheres Risiko für eine Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen, haben damit geringere Chancen auf eine gesunde Entwicklung und Bildungserfolge-was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie auch als erwachsener in Armut leben und es damit schwerer haben werden, ihre eigenen Kinder gesund zu ernähren oder kurz gesagt: Armut schafft Mangelernährung und Mangelernährung schafft Armut


KONTAKT

Vorsitzender:
Dieter Corban
Am Rinkenbühl 48
64807 Dieburg
Mobil: 015158771949;
E-Mail: djc159(at)arcor.de